Aktuelle Projekte 2009

Südprojekt läuft seit Februar 2009. Im ersten Jahr wurden folgende 10 Projekte unterstützt:

1. Eine Schule zum wachsen in Ndiouffène, Region von Thiès, Senegal

Auf Einladung der Pfadfinder von Senegal werden acht Jugendliche der PfadfinderInnen aus Genf während 3 Wochen in einem Workcamp im Dorf Ndiouffène in Senegal leben und die Parole „leben, entdecken, verstehen und handeln“ umsetzen.

Nach fast einem Jahr Vorbereitung werden die jungen GenferInnen während drei Wochen (vom 3. bis 26. Juli 2009) das tägliche Leben und die Projekte einer Gruppe senegalischer Jugendlicher gleichen Alters teilen. Mit der lokalen Bevölkerung werden sie ein Schulzimmer bauen, die eine provisorische Hütte ersetzen wird. Damit werden sie auf bedeutende Weise die Unterrichtsbedingungen der Kinder dieses Dorfes verbessern.

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Kontakt: ASTM (Agir avec les scouts pour une terre meilleure), Jean-Luc Bertrand: secretariat[at]astm.ch, www.astm.ch

2.Paddle dein eigenes Kanu – Pfadi-Ausbildungskurse am Horn von Afrika

Das Ethiopia Scout Project ist ein Partnerschaftsprojekt zwischen schweizerischen und äthiopischen Pfadis. Was 2003 mit einem ersten Ausbildungskurs für äthiopische PfadileiterInnen begann, wurde vor drei Jahren auf die Coaches der äthiopischen Pfadigruppen erweitert. In diesem Sommer führen die Schweizer Pfadis einen Kurs für AusbilderInnen ein.

Erklärtes Ziel des Projektes ist es, in Zusammenarbeit mit dem äthiopischen Pfadiverband und SOS Kinderdorf Äthiopien ein nachhaltiges System zur Ausbildung von PfadileiterInnen aufzubauen. Dieses soll schon in naher Zukunft von den lokalen Partnern getragen werden. In Zwischenschritten wird auf dieses Ziel hingearbeitet und die Zielgruppe ausgedehnt. Mit dem diesjährigen Train-the-Trainers-Kurs lernen die AusbilderInnen Methoden kennen, mit welchen sie ihr Wissen zielorientiert, abwechslungsreich und anregend weitergeben können. Durch die Pfadi wird den Kindern und Jugendlichen wie überall auf der Welt auch in Äthiopien eine sinnvolle Freizeitgestaltung ermöglicht, mit der sie mit geringen Mitteln einen Beitrag an ihre Gesellschaft leisten können. Durch ihre Arbeit als LeiterInnen entwickeln die Jugendlichen Selbstinitiative und Selbstverantwortung. Das Ethiopia Scout Project setzt dabei beim klassischen Wissenstransfer der weltweiten Pfadibewegung an: Jugendliche bilden dabei Jugendliche aus, welche wiederum ihr Wissen an Jüngere weitergeben. So entsteht ein effektives System zur Stärkung der Zivilgesellschaft.

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Kontakt: Ethiopia Scout Project, Christian Scherer, christian.scherer[at]bluewin.ch www.ethiopia.scout.ch

3. Pfadileben in einer fremden Kultur verbindet –Yako, Burkina Faso

Die Partnerschaft zwischen den Pfadis aus der Schweiz und Burkina Faso gipfelt jährlich in einem Pfadilager in Burkina Faso. Der Austausch im Lager ist für beide beteiligten Verbände bereichernd.

Dieses Jahr (27.7 – 15.8.2009) waren elf Pfadfinder/innen aus der Romandie und der Deutschschweiz während drei Wochen in Burkina Faso mit dem Ziel unterwegs, die klassische burkinische Pfadiarbeit kennenzulernen: Wiederaufforstung, Krankheitssensibilisierung, Lernen von Handarbeiten und ein langfristiges Stärken des Pfadiverbands durch Ausbildung der burkinischen Pfadis. Das Erleben einer fremden Kultur fördert das Verständnis und den Respekt gegenüber Fremdem, lehrt Toleranz, erweitert den Horizont und hilft Vorurteile abzubauen. Ein Lager dieser Art ermöglicht den Pfadis diese wichtigen Aspekte im Umgang mit einer fremden Kultur auf spielerische Art zu erlernen.

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Kontakt: Burkina Equipe der Pfadibewegung Schweiz (PBS), Regina Miller, regina.miller[at]gmx.ch

4. „Interkulturalität im Feld?“

„Interkulturalität im Feld?“ ist ein Projekt des interkulturellen Austauschs zwischen jungen freiwilligen Betreuern aus der Schweiz und aus Bangladesch (Jessore, Süd-West Bangladesch).

Während des Sommers 2009 weilten vier Jugendliche aus Bangladesch – respektive zwei Frauen und zwei Männer – verschiedener Konfession in der Schweiz. Die vier jungen Leute haben an verschiedenen Aktivitäten teilgenommen, um die Kultur unseres Landes zu entdecken. So haben sie zum Beispiel an einer Menschenrechtsausbildung teilgenommen, eine Schulung in Bildungsprojekts- und Entwicklungsführung absolviert und verschiedene Aktionsstrategien kennengelernt. Sie haben verschiedene Ferienlager für Kinder und Jugendliche besucht, welche im Sommer durchgeführt wurden; ausserdem hatten sie auch die Möglichkeit, spezifische Workshops zu diesem Thema zu besuchen. In der letzten Aufenthaltswoche in der Schweiz hatten sie zudem die Möglichkeit andere Aspekte der Kultur und Natur unseres Landes zu sehen: verschiedene Museen, Städte, Regionen. Dieses Projekt hatte das Ziel, gegen Vorurteile anzukämpfen und es den TeilnehmerInnen in weitem Sinn zu ermöglichen, ein besseres Verständnis des anderen zu erhalten. Dies war kein klassischer Nord-Süd Austauschs, sondern die umgekehrte Variante.

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Kontakt: Association InTerreActions, Mélissa Mouron, interreactions[at]gmail.com

5.Sport bildet Brücken

„Ethiopia- Sport builds Bridges“ ist ein Projekt vom Schweizer Verein Sport-The Bridge mit dem Ziel, äthiopischen Strassenkindern eine neue Perspektive zu ermöglichen. Mit dem neuen Projektzyklus im Oktober 2009 werden rund 60 neue Kinder aufgenommen, die ein Jahr lang am Projekt beteiligt sein werden.

Das Ziel des Projektes ist die Förderung von Bildung, Gesundheit, Entwicklung und Frieden durch Sport und Sporterziehung. Anhand eines innovativen sportpädagogischen Konzepts versucht Sport-The Bridge Strassenkinder wieder in ihre familiären Strukturen zu integrieren. Dabei arbeitet der Verein an der Sozialkompetenz der Kinder, bietet ihnen auch psychologische und medizinische Betreuung sowie zwei Mahlzeiten täglich an. Weiter beinhaltet die Reintegrationsarbeit die Kontaktaufnahme mit den Eltern bzw. Verwandten der Strassenkindern sowie Vorbereitungen zur Wiederaufnahme des Schulbesuchs.

Kontakt: Verein Sport-The Bridge, Thierry Graf, graf[at]sportthebridge.ch, www.sportthebridge.ch

6. Förderung unternehmerischen Denkens bei jungen Müttern in Catamayo, Ecuador

Verbesserung des Arbeitsmarktzugangs für die jungen Mütter der Organisation Amigos de los niños in Catamayo, Loja, Ecuador.

Unternehmerisches Denken ist der Schlüssel, um ein neues Unternehmen zu starten, wie im Fall der Kleinstbetriebe (sogenannte „Microentreprises“). Das Projekt bietet einen Kurs an, in dem die jungen Mütter der Organisation Amigos de los niños diese Kompetenzen entwickeln können. Damit wollen wir zur persönlichen Entwicklung beitragen und die Möglichkeit bieten sich zu organisieren, um neue Anstellungsmöglichkeiten zu schaffen. Datum und Ort des Projektes: Oktober 2009 – September 2010, Catamayo, Loja, Ecuador.

Kontakt: SEED,luca.botturi[at]seedlearn.org, www.seedlearn.org

7. Projekt zur Friedenserziehung und Konfliktlösung in Nigeria

Mit einem Seminar zum Thema „Peace Education“ lernen Jugendliche aus VWAN Nigeria sowie Freiwillige aus dem SCI Schweiz verschiedene Methoden der Friedensbildung kennen. Diese theoretischen Kenntnisse setzen die TeilnehmerInnen anschliessend in einem Workcamp gemeinsam um.

Im Workcamp sind die Jugendlichen in einem Dorf in Nigeria bei der Renovation und Verschönerung einer Schule behilflich. Sie integrieren dabei die kennengelernten Methoden in ihre tägliche Arbeit und tauschen sich mit der Dorf Bevölkerung sowie unter sich zu den bestehenden kulturellen Unterschiede in Nigeria und dem friedlichen Umgang damit aus.

Kontakt: Service Civil International SCI Schweiz, Pamina Sigrist: pamina.sigrist[at]scich.org, www.scich.org

8. Eine wenig bekannte Goldmine erforschen: Plastikabfälle – Bangalore, Indien

UNIPOLY, eine Westschweizer Studentenorganisation für nachhaltige Entwicklung und die indische Nichtregierungsorganisation Resource Optimization Initiative (ROI) haben sich zu einer Zusammenarbeit entschlossen, um dem zunehmenden Problem der Plastikabfälle in Indien zu begegnen.

Vier Jugendliche aus der Schweiz werden im Oktober 2009 bzw. im Juli 2010 für jeweils zwei Monate nach Bangalore reisen, um sich dort mit fünf Jugendlichen aus Indien zu treffen. Zusammen werden sie sich auf die Spur der Plastikabfälle begeben. Sie werden den komplexen und inoffiziellen Recyclingkreislauf nachverfolgen, vom Strassensammler bis zum kleinen Verkaufsstand, der Wasserbehälter aus rezikliertem Plastik verkauft. Sie werden mit den „inoffiziellen Reziklierern“, aber auch mit den NGOs und den für das Recycling von Plastikabfällen zuständigen Institutionen sprechen und Ideen austauschen. Ziel ist es, Optimierungsmöglichkeiten für ein sauberes, ungefährliches und ethisch vertretbares Recycling zu finden und ihre Erkenntnisse mit allen betroffenen Instanzen zu teilen. Plastikabfälle – eine Goldmine? Auf jeden Fall, aber sie muss menschen- und umweltgerecht genutzt werden!

Kontakt: Assocation Unipoly, Mélanie Studer, studer.melanie[at]gmail.com, http://unipoly.epfl.ch/

9. Workshops und Videodreh für Menschenrechte

Im Projekt „Oficina de direitos humanos e cinema e video documentario“ werden durch Jugendliche aus den armen Gegenden von Belo Horizonte, in Workshops Filme produziert, welche am Schluss zu einem Dokumentarfilm zusammengetragen werden.

Das Projekt wird in der Nachbarschaft Pindorama, in der Umgebung von Belo Horizonte, durchgeführt. Es ist eine arme Nachbarschaft, die vor allem mit Problemen wie Diskriminierung, Drogen und Gewalt konfrontiert ist. So ist es das Ziel des Projektes, den Jugendlichen Wege zu zeigen, um mit den Diskriminierungen und Vorurteilen konstruktiv umgehen zu können und damit ihren Selbstwert wieder zu finden. In einem Teil der Workshops wird gezeigt, wie ein Film produziert wird, denn am Schluss der Workshops werden die Jugendlichen ihren eigene Dokumentarfilm drehen. Das Video wird danach Familien und Jugendlichen aus den Communitys gezeigt, um auch die Menschen, die nicht an den Workshops partizipieren, auf die Missstände in diesen Gegenden aufmerksam zu machen und sie zu sensibilisieren und zu bilden. Das ganze Projekt dauert vom Januar bis Dezember 2010.

Kontakt: NCBI Schweiz, Marina Haueter, marina.haueter[at]gmail.com, www.ncbi.org, http://www.ncbi.org

10. Vermarktung von Sojaprodukten von Mikrounternehmen zur Finanzierung der Ernährung der Kinder

Das Jugendrotkreuz Bern-Mittellan (JRK) unterstützt in Zusammenarbeit mit Colombia Pa'lante (CP) Strassenküchen für Kinder und alte Menschen in den Armutsvierteln von Bogotà, Kolumbien bei der Vermarktung ihrer selbst hergestellten Sojaprodukte.

Das JRK und CP organisieren jeweils Workshops zur Organisation von Mikrounternehmen. Zusätzlich werden zwei Personen des JRK von Juni -September 2010 CP besuchen um einerseits in der Gassenküche tätig zu sein, andererseits um bei der Vermarktungsstrategie mitzuhelfen. In der selben Zeit werden zwei KolumbianerInnen in der Schweiz ein Praktikum in einer Nahrungsmittelfirma absolvieren und bei Workshops in der Schweiz mithelfen um Jugendlichen in der Schweiz die Situation von Schwellenländer näher zu bringen.

Kontakt: Jugendrotkreuz Bern, Salomé Mathys, salome.mathys[at]hotmail.com