Aktuelle Projekte

Im 2008 wurden elf Projekte von Ostprojekt unterstützt. Hier eine kurze Beschreibung der aktuellen Projekte.

1. Nachhaltige Entwicklung der Freiwilligen- und Friedensorganisation PVN Albanien

Der Service Civil International Schweizer Zweig (SCI Schweiz) unterstützt PVN Albanien (SCI Partner Organisation) in ihrer nachhaltigen Entwicklung durch strategische Planung und Ausbildung der Freiwilligen.

Im Frühjahr 2008 führten zwei erfahrene Seminarleiter und Freiwillige des SCI Schweiz sowie Anola Braçaj und Oltiana Rama von PVN Albanien zwei Seminare durch. Einerseits wurde dabei der strategische Plan von PVN Albanien für die nächsten Jahre weiter entwickelt, Andererseits wurden im zweiten Seminar ein Study Part über Menschenrechte (mit Fokus Kinderrechte und Antidiskriminierung) erarbeitet, der in Workcamps eingesetzt werden kann, sowie eine Arbeitsgruppe von Human Rights Messengers ins Leben gerufen.
Dank der Projektzusammenarbeit von PVN Albanien und dem SCI Schweiz können sowohl praktische Erfahrungen und theoretische Kenntnisse im Organisieren und Leiten von Workcamps erweitert wie auch Beziehungen zu Partnerorganisationen aufgebaut und gestärkt werden.

Laufzeit: März - Okt. 2008 in Albanien

Kontakt: Marianne Müller, Mentorin für PVN Albanien und Komiteemitglied des SCI Schweiz, mamueller[at]hispeed.ch, Lorena Xhagjika, Nationalkoordinatorin von PVN Albanien, www.scich.org


2. Interkulturelle kreative Sommerwochen in Bosnien-Herzegowina (IKS)

Junge Erwachsenen aus Mitteleuropa (hauptsächlich aus der Schweiz) und Jugendliche aus Bosnien-Herzegowina treffen sich während vier Wochen, um gemeinsam gestalterische Projekte durchzuführen.

Vom 18.7. bis zum 19.8. 2008 werden die IKS wieder in Vitez und Vares durchgeführt. In den letzten Jahren sind u.a. Mosaike und Skulpturen, Wandgemälde und Spielplätze entstanden. Wichtig für das Projekt ist, dass die Jugendlichen Verantwortung für das Gelingen des Ganzen übernehmen. Sie führen z.B. die Buchhaltung und sind für Einkauf und Verpflegung zuständig.

Kontakt: Verein Idemo, Stephanie Bieri: stephanie.bieri[at]verein-idemo.ch, www.verein-idemo.ch

3. Inter-regionales Camp: Youth for Equality

Dieses Seminar hat während einer Woche Jugendliche des Roten Kreuzes aus Serbien, Mostar in Bosnien und der Schweiz für einen Kurs zur Toleranz und der kulturellen Vielfalt zusammengebracht.

Das Projekt fand vom 8. - 14. August 2008 in Subotica in Serbien statt. Junge Freiwillige haben an einem Train-the-Trainers Kurs zu den Themen kulturelle Identität, Diskriminierung und Toleranz sowie zu Peer-Education Methoden teilgenommen. Ein Ziel des Projekts war, dass die Jugendlichen nach Abschluss dieses Kurses in ihren Gemeinden Workshops zu den behandelten Themen für andere Jugendliche durchführen.

Kontakt: Melanie Thalmann, Projektverantwortliche, Schweizerisches Jugend Rotes Kreuz Genf, m.thalmann[at]croix-rouge-ge.ch , www.croix-rouge-ge.ch


4. Gulasch und Milchsuppe - Serbisch-schweizerischer Austausch über das Spannungsfeld von Menschenrechten und Demokratie

Vor einem Jahr in Serbien, im Juli im Kloster Kappel: Junge Menschen aus Serbien und der Schweiz arbeiten unter Vermittlung der Schweizerischen Helsinki Vereinigung und der serbischen Youth Initiative for Human Rights gemeinsam an einer besseren Perspektive.

Wie bringen junge Menschen ihre Anliegen in der Gesellschaft ein? Wie werden Serbiens Jugendliche von der „lost generation“ zu Menschen mit Hoffnung und Zukunft? Wie löscht man schwelende Konfliktherde, damit eine Gesellschaft die Kraft findet, friedlich vorwärts zu gehen? Kann die schweizerische Erfahrung Serbien helfen, einen pragmatischen Weg nach Europa zu finden?
Nach einem Inputreferat des Nationalrats und Europaratsabgeordneten Andreas Gross beackern die Seminarteilnehmer diese (und andere) Fragen in drei Workshops, die je unter schweizerisch-serbischer Co-Leitung stehen. Die Resultate der Arbeitswoche sollen am Schluss in der „Erklärung von Kappel“ festgehalten werden.

Kontakt: Christian Sager, Vorstandsmitglied, christian.sager[at]krim.unibe.ch


5. Austauschprojekt Zürich-Sarajevo

Junge Erwachsene aus dem Zürcher Kreis 4 organisierten gemeinsam mit dem Jugendtreff Kreis 4 und dem Maxim Theater Langstrasse ein Austauschprojekt zwischen Zürich und Sarajevo.

Von Mai bis September lernten die beiden Gruppen mit der Kamera- und Schnitttechnik zu arbeiten. Die jungen Erwachsenen aus Sarajevo und Zürich setzten sich mit ihrer Stadt und ihrem Umfeld auseinander. Im Oktober reiste die Schweizergruppe nach Sarajevo. Dort trafen sie ihre Austauschfreunde persönlich und durften einen Einblick in die Vergangenheit und ihre Zukunftsmöglichkeiten werfen.

Kontakt: Betim Shala, claudia.fluetsch[at]maximtheater.ch, www.maximtheater.ch


6. Coaching-Programm für Roma-Jugendliche in Mazedonien

Roma gehören zu den am weitesten benachteiligten Gruppen in Mazedonien und haben schlechten Zugang zu Schulbildung. Multikultura und NCBI möchten Roma-Schülern in Tetova helfen, bessere Bildung zu erlangen.

Dank diesem Projekt soll einer Gruppe Roma-Jugendlicher mit schulischem Potential geholfen werden, dieses voll auszuschöpfen. Das Team in Tetova wählt in Zusammenarbeit mit einer Roma-Organisation und Lehrkräften SchülerInnen der Roma-Gemeinschaft aus, welche über einen Zeitraum von 8 Monaten begleitet werden, d.h. sie werden von Coachs zum Lernen motiviert, bei Aufgaben und Prüfungen unterstützt, sowie zu mehr Engagement in der Schule und in Vereinen ermutigt.

Kontakt: Mexhit Ademi, Projektverantwortlicher, mexal1[at]hotmail.com, www.ncbi.ch


7. Kosovos Jugend tanzt einen Friedensreigen, der die Vergangenheit weit hinter sich lässt

Der Name „Jugend für Zukunft“ sagt schon das Wichtigste aus: Jugendliche, die sich für eine Zukunft des Friedens einsetzen - unter anderem für die Zukunft der Jugendlichen im Kosovo.

Vom 3.-14. 8. 2008 wurde ein multiethnisches Jugendcamp im Kosovo realisiert. Mit Hilfe der Jugendlichen aus verschiedenen Ethnien wurden Workshops und Ausflüge geplant, ausgearbeitet und durchgeführt. Unter vielen anderen wurde neben Erster Hilfe und Sprachworkshops in der Don Bosko Schule bei Prishtina ein Archäologieworkshop besucht. Am Ende waren die Vorurteile so abgebaut, dass die Jugendlichen Hand in Hand miteinander tanzten.

Kontakt: Maria Scheidegger, maria.scheidegger[at]bluemail.ch, Jugend für Zukunft, homepage.hispeed.ch/AV-Studio/


8. Outdoor Jugendcamp in Ost-Makedonien 2008/2009

Cevi Breite organisiert 2009 mit der Jugendgruppe Lisec, Bergsportverein Stip, Makedonien und 2 Jugendorganisationen aus Makedonien und Serbien in Ostmakedonien ein Jugendcamp‚ Thema: Aufbau von Mountainbike- und Kletterrouten.

Vom 2. bis 8.8.2009 führen die Cevi Schaffhausen Breite, Schweiz (Leitung Bernhard Egli, Trägerverein Cevi), zusammen mit 3 Jugendorganisationen aus Makedonien (Stip, Kocani) und Serbien (Novi Sad) (Leitung Jovan Ivanov, Präsident Jugendabteilung Lisec) ein Outdoor-Camp im Umweltzentrum Orbelius im Osogovo-Gebirge in Ostmakedonien durch. Schwerpunkte sind der Aufbau von Mountainbike- und Kletterrouten. Ein Vorbereitungscamp fand vom 2.-8.8.2008 statt.

Kontakt: Bernhard Egli, bernhard.egli[at]shinternet.ch, www.cevi-breite.ch


9. Youth Action for Kosovo: ein guter Platz für eine bessere Zukunft der Kinder.

Youth Action for Kosovo engagiert sich seit 2003 mit Schweizer Unterstützung im Kosovo für Kinder und Jugendliche. 25 Jugendliche gestalten voller Tatkraft ihre Zukunft mit und bringen Neues in Fahrt.

Eine Tradition ist das Sommerprogramm für rund 200 Kinder. Die ca. 25 YAK-Members und internationale Jugendlichen gestalten ein beliebtes Programm: Tanz, Theater, Malen, Sprachen, Basteln, Sport, Ausflüge und Menschenrechtsbildung. YAK hat 2008 das Peace!mobil gestartet. Ein VW-Bus besucht Minderheiten und bietet dezentrale Aktivitäten und YAK setzt einen Akzent für Völkerverständigung.

Kontakt: Gregor Thaler, info[at]yak-switzerland.ch, www.yak-switzerland.ch


10. International Youth Summer Camp – for Cultural Exchange, Respect and Tolerance

In wunderschöner Umgebung nahe der Donau finden jeden Sommer zehn Tage lang Kreativ-Workshops mit Jugendlichen aus dem ehemaligen Jugoslawien, Ungarn, der Schweiz und Deutschland statt.

80 Jugendliche besuchen das vom Roten Kreuz Sombor und vom Verein "International Summercamp Sombor" organisierte Camp. Kulturschaffende aus ganz Europa leiten Workshops, in deren Zentrum die Kommunikation, das Erfahren des eigenen Verhaltens in einer Gruppe und das gemeinsame Entwickeln eines Resultates stehen. Mittels Theater, Musik oder Tanz werden Grenzen überwunden und neue Dialoge möglich. Nächstes Camp: 20. – 30. Juli 2009.

Kontakt: Michaela Müller, info[at]summercampsombor.org, www.summercampsombor.org


11. Jugendliche gegen Menschenhandel

Jugendliche Mitglieder der Vereine NCBI Schweiz und Multikultura Mazedonien setzen sich gemeinsam gegen Menschenhandel in Mazedonien ein.

Eine Gruppe engagierter Jugendlicher der beiden Partnervereine NCBI und Multikultura organisieren in der Stadt Tetova, Mazedonien Workshops, Plakatwettbewerbe, Filmpräsentationen und Posterkampagnen mit dem Ziel die Jugendlichen auf das negative Phänomen Menschenhandel aufmerksam zu machen und gefährdete Gruppen zu warnen und mit effektiven Präventivmassnahmen auszustatten. Junge Männer und Frauen sind Zielgruppe des Projektes, in welchem auch Besuche von Istitutionen, die Menschenhandel bekämpfen, stattfinden werden. Das Projekt dauert von Januar bis Juli 2009.

Kontakt: Mexhit Ademi, NCBI Schweiz, mexhit.ademi[at]ncbi.ch, www.ncbi.ch


Kontakt: Olivier Dumont