Aktuelle Projekte

Im Jahr 2009 wurden zehn Projekte von Ostprojekt unterstützt:

1. Interkulturelle kreative Sommerwochen IKS & Roma-Projekt in Bosnien-Herzegowina

Junge Erwachsene aus der Schweiz und Jugendliche sowie Kinder aus Bosnien-Herzegowina treffen sich während vier Wochen, um gemeinsam gestalterische Projekte zu planen und durchzuführen.

Vom 18.7 bis 17.8.2009 finden die IKS wieder in Vitez und Vares statt. Die Jugendlichen erhalten nebst ihrem zentralen, kreativen Engagement Einblick in organisatorische, administrative und dokumentatorische Tätigkeiten und übernehmen soweit möglich Verantwortungen. Erstmals wird in Vitez zusätzlich eine Roma-Projektgruppe geführt, welche mit den IKS möglichst viele Berührungspunkte haben wird.

Kontakt: Verein idemo, Malaika Gehlken: malaika.gehlken[at]verein-idemo.ch, www.verein-idemo.ch

2. Global education conference

Vom 12. bis 15. März fand im Pfadihaus bei Zoo Zürich eine Konferenz statt, welche von der Union der Schülerorganisationen (USO) und dem Organising Bureau of European School Student Unions (Obessu) organisiert wurde.

An der Konferenz nahmen 49 Personen teil, welche aus insgesamt 19 verschiedenen Europäischen Ländern kommen. Mit dabei waren auch Länder des Ostprojektes. Das Thema und Ziel der Konferenz war "Global Education", welches das Globale Denken der verschiedenen nationalen Organisationen anregen und fördern soll. Dazu wurden verschiedene Projekte ausgearbeitet, welche von den einzelnen Organisationen durchgeführt werden können. Dabei lag der Schwerpunkt auf den Menschenrechten, welchem unter anderem mit diversen Vorträge (z.B.: Amnesty International) Rechnung getragen wurde. Ein weiteres Ziel, nämlich die Vernetzung der verschiedenen nationalen Schülerorganisationen, wurde gut erreicht und trug wesentlich zur guten Stimmung bei, welche die Konferenz hatte.

Kontakt: USO, Marius Wiher: marius.wiher[at]uso.ch, www.uso.ch

3. „Live together!“

Während zwei Wochen arbeiten und leben Freiwillige aus der Schweiz, Serbien und Albanien gemeinsam mit behinderten Jugendlichen im Integrationszentrum Temerin bei Novi Sad, im Norden Serbiens.

Neben der praktischen gemeinsamen Arbeit im Workcamp diskutieren die Freiwilligen über Integration, Menschenrechte und Frieden. Die Workshops werden von den Freiwilligen aus der Schweiz vorbereitet und durchgeführt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Situation von behinderten Menschen in West- und Osteuropa zu erhalten und Möglichkeiten zu besprechen, wie Integration stattfinden kann. Im Workcamp wird Integration im Alltag gelebt. Daten zum Workcamp: 13.-26. Juli 2009 in Temerin, Serbien.

Kontakt: SCI Schweiz, Paola Henríquez, Freiwillige SCI: rubia-presente[at]hotmail.com, www.scich.org

4. Unterstützung für institutionalisierte Kinder in Serbien

Jugendliche aus der Schweiz, Serbien, Bosnien und Kroatien werden zusammen Aktivitäten für Kinder mit besonderen Bedürfnissen durchführen, die in Institutionen leben. Der Aufenthalt wird im Zeichen der Toleranz gegenüber der Verschiedenheit sein, sei sie kulturell bedingt oder an das Handicap gebunden.

Das Projekt wird in Subotica, in Serbien, vom 18. Juli bis 4. August 2009 durchgeführt werden. Junge Freiwillige des Schweizerischen Roten Kreuzes, aus Bosnien, Serbien und Kroatien werden in einer Einrichtung für Kinder ohne Obhut der Eltern und mit besonderen Bedürfnissen arbeiten. Ausser an materiellen Bedürfnissen mangelt es der Institution auch an sozialem und führendem Personal. Durch ihre Präsenz werden die Freiwilligen das Durchführen von Aktivitäten ermöglichen, welche den Kindern in ihrer Gefühlsentwicklung und Sozialisierung nützlich sind. Die Idee dieses Programms ist es ebenfalls, Jugendlichen aus kulturell verschiedenen Gemeinschaften zu ermöglichen, sich während der Arbeit am gleichen Projekt zu begegnen und beizustehen und gemeinsam an Workshops teilnehmen.

Kontakt: Jugendrotkreuz Genf, Mélanie Thalmann: m.thalmann[at]croix-rouge-ge.ch, www.croix-rouge-ge.ch

5. Peace Promotion in the Balkan region

Eine Gruppe von Freiwilligen aus verschiedenen Ländern organisiert diesen Sommer Workshops zum Thema Frieden in internationalen Workcamps. Sie starten ihre Friedens-Tour bei einer Roma-Organisation in Albanien.

Als “Peace Messengers” besucht die Gruppe andere internationale Freiwillige in deren Workcamps in Albanien, Serbien und Slowenien. Das Thema des jeweiligen Workcamps – Umweltschutz, Arbeit mit behinderten Menschen, Integration von Minderheiten etc. – wird unter dem Aspekt von Frieden betrachtet. Die Freiwilligen haben die Möglichkeit, unterschiedliche Erfahrungen auszutauschen. Die Gruppe startet ihre Arbeit bei der lokalen Roma-Organisation „Rromani Baxt“ in Tirana, Albanien, wo dieses Jahr zum ersten Mal ein Workcamp stattfindet.

Kontakt: SCI Schweiz, Marianne Müller, Freiwillige SCI: mamuebike[at]gmx.ch, www.scich.org

6. Summer Camp Ulqin’09

Vom 13. Juli bis zum 02. August 2009 gestalten junge Erwachsene aus der Schweiz und Montenegro eine interkulturelle Begegnung in Form eines Sommerlagers in Ulqin, an der Küste Montenegros.

Nebst angeleiteten Diskussionsrunden, in denen der interkulturelle Austausch und der Englischspracherwerb gefördert werden soll, finden von den Jugendlichen beider Parteien gestaltete Workshops statt. Der interkulturelle Aspekt steht klar im Vordergrund und soll die fruchtbare Begegnung zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen ermöglichen.

Kontakt: Interkulturelle montenegrinische Sommerwochen, Elmedin Peku, epeku@gmx.ch

7. Jugendliche für eine bessere Integration von Roma-Kindern in der Schule

Engagierte Jugendliche aus der Schweiz und Mazedonien setzen sich dafür ein, dass Roma-Kinder in der Schule bessere Chancen haben und. Eine Gruppe von Roma-Schülern wird in der Stadt Tetova von erfolgreichen Roma-Coaches mehrmals wöchentlich begleitet. Ihnen wird bei Hausaufgaben geholfen, Schulstoff wird wiederholt und sie werden ermutigt, als Roma sich mehr zu engagieren, um erfolgreich zu sein. Die jungen Coaches, selbst erfolgreiche Romas dienen dabei als Vorbild. Das Projekt findet bis Ende Schuljahr 2009/2010 in Tetova, Mazedonien statt.

Kontakt:NCBI, Projektverantwortlicher: Mexhit Ademi, mexhit.ademi[at]ncbi.ch, www.ncbi.ch

8. Unterstützung der Jugendaktion für Demokratie und Grundrechte in Moldawien

Nach der blutigen Niederschlagung der Aufstände der moldawischen Jugend im April 2009 unterstützt CODAP zwischen dem 18. und 27. Oktober 2009 Jugendorganisationen, die sich für Menschenrechte in Moldawien einsetzen.

Im April 2009 hat sich die moldawische Jugend gegen die Wahlfälschungen aufgelehnt. Nach der blutigen Verfolgung, die sie erleiden musste, bringt dieses Projekt eine dringende Unterstützung und zeigt Möglichkeiten auf, um an die internationalen Instanzen zu gelangen und die Menschenrechtsverletzungen durch die Behörden einzuklagen. Zwischen dem 18. und 27. Oktober 2009 werden Besuche bei Jugendorganisationen durchgeführt sowie ein Seminar über die internationalen Systeme zur Verteidigung und Förderung der Menschenrechte veranstaltet.

Kontakt: David Matthey-Doret, Koordinator CODAP, 022 735 93 94: codap[at]codap.org, www.codap.org

9. International Youth Summer Camp for Cultural Exchange, Respect and Tolerance

10 Tage im Sommer verwandelt sich das Camp des Roten Kreuz Sombor in Bački Monoštor in eine emsige „Kreativwerkstatt“ für Jugendliche aus dem ehemaligen Jugoslawien, Ungarn, der Schweiz und Deutschland.

Das Rote Kreuz Sombor und der Verein „International Summercamp Sombor“ organisieren für 80 Jugendliche eine Plattform für kulturelle Kommunikation. Das vielfältige Angebot an Workshops bietet den Teilnehmern sich in den bildenden und darstellenden Künsten zu erfahren. Gemeinsames Schaffen bietet den Ansatz eines neu zu entdeckenden, Grenzen überwindenden Austausches. Nächstes Camp: 19. – 29.07.2010.

Kontakt: Summercamp Sombor, Sarah Fleischer, Koordinatorin; sarah.fleischer[at]gmx.net, www.summercampsombor.org

10. Jugendliche engagieren sich für die Sensibilisierung der Bevölkerung bezüglich der Gefahren von Migration und Menschenhandel

Eine Gruppe von engagierten Jugendlichen wird in Tetova, Mazedonien speziell in Bezug auf die Gefahren von Migration und Menschenhandel geschult. Jugendliche werden im Rahmen des Projektes eine Kampagne gestalten und Vorschläge erarbeiten, was die lokalen Behörden unternehmen können, um den Gefahren von Migration und Menschenhandel vorzubeugen. Das Projekt findet bis Ende Juni statt.

Kontakt: NCBI, Projektverantwortlicher: Mexhit Ademi, mexhit.ademi[at]ncbi.ch, www.ncbi.ch

Kontakt: Olivier Dumont