
18 Good practice
Ostprojekt existiert seit bald zwei Jahrzehnten. In dieser Zeit wurden viele Projekte in Südosteuropa umgesetzt und viel Erfahrung konnte gesammelt werden. Von diesen Erfahrungen kannst auch du profitieren.
Hier findest du eine Liste mit den wichtigsten lesson learned der vergangen Jahren, die dir helfen sollen, an gewisse Punkte bei der Projektplanung und –umsetzung zu denken und gewisse Fehler schon im Voraus zu vermeiden:
- Aufbau eines Patensystems, um Nachwuchs nachzuziehen und so die Weiterführung und die Nachhaltigkeit des Projekts und der Partnerschaft zu garantieren. Das Patensystem in der eigenen Organisation und der Partnerorganisation kann so funktionieren, dass jedeR neue FreiwilligeR eineN erfahreneN FreiwilligeN zur Seite gestellt bekommt, um Fragen, Unsicherheiten, etc. zu klären und eine direkte Ansprechperson zu haben, die sich nach und nach zurückziehen und Verantwortungen übergeben kann.
- Gegenseitige Erwartungen vor dem Projektbeginn durch offene und transparente Kommunikation klären: Was erwartet die Schweizer Organisation von der Partnerorganisation vor Ort, was umgekehrt? Was wird von den einzelnen Freiwilligen und Teilnehmenden erwartet?
- Konkretes und greifbares Thema für das Projekt auswählen, d.h. ein Thema, mit dem die Teilnehmenden sich identifizieren können und alltagstauglich ist. Kein allzu abstraktes und komplexes Thema wählen, welches während der Projektdauer gar nicht behandelt werden kann.
- Voraussichtlich werden deine Organisation und die Partnerorganisation nicht die gleiche Sprache sprechen und ihr müsst in einer Fremdsprache – z.Bsp. Englisch – kommunizieren. Denke daran, dass dies mehr Zeit in Anspruch nimmt und so auch mehr Missverständnisse entstehen können. Sei dir bewusst, dass die Partnerorganisation vielleicht nicht alles wortwörtlich meint, dass was du sagst vielleicht nicht genau so verstanden wird und das auch interkulturelle Komponenten mitspielen können.
- Verantwortung abgeben: Ein Projekt soll so geplant und umgesetzt werden, dass progressiv mehr und mehr Verantwortung an die Partnerorganisation und die lokalen LeiterInnen abgeben werden kann und soll. Um das Projekt nachhaltig lokal zu verankern, müssen die lokalen Jugendlichen ein Ownership-Gefühl („Das Projekt ist unser Projekt“) entwickeln, welches hauptsächlich durch effektive Partizipation und geteilte Verantwortung erreicht werden kann.
- Anerkennen, dass das Erreichen der Ziele eines Projekts Zeit braucht und auch Rückschläge vorkommen können. Wichtig ist aber auch, dass die involvierten Personen und Teilnehmenden kleine Fortschritte sehen und erleben, denn sonst verlieren sie mit der Zeit die Motivation.
- Kritische Reflexion und Evaluation: Nach Projektende soll offen kommuniziert und über die nächste Phase nachgedacht werden. Fragt euch „Machen wir das Richtige und machen wir es richtig?“ und passt euer Projekt entsprechend den Antworten an.
Mehr Informationen findest du auch direkt bei den aktuellen Projekten, welche dank der Unterstützung von Ostprojekt und Südprojekt umgesetzt wurden. Bei Fragen zu den Projekten kannst du direkt mit den Projektverantwortlichen Kontakt aufnehmen.
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