Meine letzten Tage in Bangladesch
Ilona Meier (Schweiz), Dhaka, Bangladesh
Dies ist nun schon mein letzter Artikel aus Bangladesch – die Zeit vergeht so schnell..
In den letzten Tagen hatte ich relativ viel Kontakt mit Studenten der verschiedenen Universitäten Dhakas. Das Studentenleben ist hier sehr verschieden von dem in der Schweiz. Regelmässig finden an den Universitäten politische Veranstaltungen und Auseinandersetzungen statt. Die Studenten werden von den Parteien gezwungen an den Demonstartionen mitzumachen, ansonsten erhalten sie keinen Sitzplatz in den Vorlesungen...
Dies ist nun schon mein letzter Artikel aus Bangladesch – die Zeit vergeht so schnell..
In den letzten Tagen hatte ich relativ viel Kontakt mit Studenten der verschiedenen Universitäten Dhakas. Das Studentenleben ist hier sehr verschieden von dem in der Schweiz. Regelmässig finden an den Universitäten politische Veranstaltungen und Auseinandersetzungen statt. Die Studenten werden von den Parteien gezwungen an den Demonstartionen mitzumachen, ansonsten erhalten sie keinen Sitzplatz in den Vorlesungen...
Einige Studentenführer werden von den Parteien auch bezahlt, damit sie die Stimmung anheizen. Immer wieder unterbrechen Anführer der grossen Parteien die Vorlesungen und nehmen Professoren aus dem Saal. Dies tun sie nur um ihre Macht zu demonstrieren. Wegen den politischen Unruhen bleiben die Universitäten manchmal bis zu 3 Monate geschlossen. Die meisten Studenten können ihr Studium 2-3 Jahre später als geplant abschliessen. Einerseits wegen den politischen Problemen und andererseits wegen dem akuten Lehrermangel. In der Jahangirnagar University, einer der 4 grössen Universitäten Bangladeschs, im Departement für gesellschaftliche Studien zum Beispiel sind 17 Lehrer tätig, nötig wären allerdings 80. Es stellt einfach niemand von der Universität Lehrer ein. Machmal laden die Studenten Gastprofessoren ein, damit sie ihrem Syllabus einigermassen folgen können. Aber die Situation für die Studierenden ist immer sehr ungewiss.
Apropos Universität, ich habe an der Uni gelehrnt, dass Mikrokredite die Zukunft der Entwicklungshilfe seine. Ich denke kein Konzept der Entwicklungshilfe wird momentan mit soviel Enthusiasmus verbreitet wie die Mikrofinanzierung. Als ich dann jedoch hier in Bangladesch lokale Mitarbeiter verschiedener Entwicklungsorganisationen um ihre Meinung fragte, wurde mir ein ganz anderes Bild aufgezeigt. Niemand war den Mikrokrediten gegenüber sehr positiv eingestellt. Für die wirklich armen Leute seien Mikrokredite sogar eine Gefahr. Die Leute können oft weder lesen noch schreiben und sind sich nicht gewohnt Geld zu sparen. Oft nehmen sie Mikrokredite von verschiedenen Organisationen auf, können sie aber nicht zurückbezahlen. Ein weiteres Problem ist, dass der Zins für Mikrokredite in der Realität bis zu 46% betraegt, dies ist eindeutig kein Konzept um die Armut zu reduzieren. Die Theorie und die Realität sieht oft sehr verscheiden aus. Die Mikrokredite sind dafür nur ein Beispiel. Während meinem Aufenthalt in Bangladesch konnte ich einen vertieften Einblick in die Realität der Entwicklungshilfe erhalten. Durch meine Arbeit mit Youth Against Hunger lernte ich auch verschiedene Möglichkeiten kennen wie die lokale Jugend in die Armutsbekämpfung einbezogen werden kann.
Die National Federation of Youth Organisations Bangladesch (NFYOB) ist ein wichtiger Akteur in dieser Hinsicht. Die NFYOB ist die Dachorganisation der Jugendorganisationen in Bangladesch. Sie ist also ein Pendant zur SAJV. Aber die Struktur der beiden Organisationen ist sehr verschieden. Die NFYOB ist eine sehr lose Organisation, alle Mitarbeiter sind Freiwillige und sie haben kein regulaeres Budget zur Verfuegung. Die NFYOB besitzt allerdings ausgezeichnete Kontakte zu den Ministerien die sich mit Jugendthemen beschaeftigen.
Die zwei Montate des Austauschprogramms “Youth for Development” sind wie im Flug vergangen und ich muss mich nun langsam von Allen verabschieden. Der Abschied wird mir schwer fallen. Ich hoffe sehr, dass ich die Möglichkeit habe Bangladesch wieder einmal zu besuchen. Ich konnte in diesen zwei Monaten nicht nur unglaublich viele Erfahrungen sammeln, sondern ich konnte auch Freundschaften schliessen.
Apropos Universität, ich habe an der Uni gelehrnt, dass Mikrokredite die Zukunft der Entwicklungshilfe seine. Ich denke kein Konzept der Entwicklungshilfe wird momentan mit soviel Enthusiasmus verbreitet wie die Mikrofinanzierung. Als ich dann jedoch hier in Bangladesch lokale Mitarbeiter verschiedener Entwicklungsorganisationen um ihre Meinung fragte, wurde mir ein ganz anderes Bild aufgezeigt. Niemand war den Mikrokrediten gegenüber sehr positiv eingestellt. Für die wirklich armen Leute seien Mikrokredite sogar eine Gefahr. Die Leute können oft weder lesen noch schreiben und sind sich nicht gewohnt Geld zu sparen. Oft nehmen sie Mikrokredite von verschiedenen Organisationen auf, können sie aber nicht zurückbezahlen. Ein weiteres Problem ist, dass der Zins für Mikrokredite in der Realität bis zu 46% betraegt, dies ist eindeutig kein Konzept um die Armut zu reduzieren. Die Theorie und die Realität sieht oft sehr verscheiden aus. Die Mikrokredite sind dafür nur ein Beispiel. Während meinem Aufenthalt in Bangladesch konnte ich einen vertieften Einblick in die Realität der Entwicklungshilfe erhalten. Durch meine Arbeit mit Youth Against Hunger lernte ich auch verschiedene Möglichkeiten kennen wie die lokale Jugend in die Armutsbekämpfung einbezogen werden kann.
Die National Federation of Youth Organisations Bangladesch (NFYOB) ist ein wichtiger Akteur in dieser Hinsicht. Die NFYOB ist die Dachorganisation der Jugendorganisationen in Bangladesch. Sie ist also ein Pendant zur SAJV. Aber die Struktur der beiden Organisationen ist sehr verschieden. Die NFYOB ist eine sehr lose Organisation, alle Mitarbeiter sind Freiwillige und sie haben kein regulaeres Budget zur Verfuegung. Die NFYOB besitzt allerdings ausgezeichnete Kontakte zu den Ministerien die sich mit Jugendthemen beschaeftigen.
Die zwei Montate des Austauschprogramms “Youth for Development” sind wie im Flug vergangen und ich muss mich nun langsam von Allen verabschieden. Der Abschied wird mir schwer fallen. Ich hoffe sehr, dass ich die Möglichkeit habe Bangladesch wieder einmal zu besuchen. Ich konnte in diesen zwei Monaten nicht nur unglaublich viele Erfahrungen sammeln, sondern ich konnte auch Freundschaften schliessen.



